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Marbella ist die einzige Gemeinde in der Provinz Malaga, in welcher der Wohnungsverkauf im Jahr 2010 einen Zuwachs verbuchen konnte

Der Quadratmeterpreis ist nach wie vor einer der höchsten an der spanischen Mittelmeerküste
Veröffentlicht in der Sur.es am 30.12.10 – 01:43 – MÓNICA PÉREZ | MARBELLA

Trotz Wirtschaftskrise und politisch- sowie städtebaulicher Auf und Abs in den letzten Jahren hat sich der Immobilienmarkt in Marbella sehr gut erholt. Die Zahlen haben zwar noch nicht wieder das Niveau erreicht, an das man vor sechs Jahren gewöhnt war, jedoch zeichnet es sich ab, dass das Jahr 2010 mit einem höheren Wohnungsverkauf abschließen wird als 2009. Außerdem ist Marbella damit die einzige Gemeinde an der Costa del Sol, in der die Anzahl der Verkäufe tatsächlich gestiegen ist. So heißt es im Konjunkturbericht des Immobiliensektors vom Dezember 2010, den die Asociación de Empresas de Turismo Residencial, Deportivo y de Salud de Andalucia (Promotur) erstellt hat. Die endgültigen Zahlen des vierten Quartals lagen noch nicht vor, jedoch lässt sich bereits sagen, dass innerhalb der ersten drei Quartale die verzeichneten Transaktionen auf dem Immobiliensektor im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr gestiegen sind. So wurden in den ersten acht Monaten des Jahres 2009 1371 Verkäufe abgeschlossen, im Jahr 2010 belief sich die Zahl auf 1730. Der stärkste Zuwachs bei den Verkäufen fand im zweiten Quartal des Jahres statt- es wurden 711 Abschlüsse getätigt, im Vorjahr waren es lediglich 438.

Verkäufe im Jahr 2010
Ortschaft Erstes Quartal Zweites Quartal Drittes Quartal
Marbella 470 711 549
Mijas 448 526 338
Estepona 235 318 247
Benalmádena 297 427 274
Fuengirola 252 396 201
Torremolinos 247 374 225
Benahavís 157 148 45
Rincón de la Victoria 138 307 110
Málaga 1,041 1.544 753

Obwohl der Immobiliensektor so gut wie paralysiert ist, liegt Marbella aus zwei Gründen vor anderen Küstengemeinden: Einerseits gibt es in Marbella prozentual das größte Angebot an Neubauten, und andererseits hält Marbella die Preise im Vergleich zu seinen Nachbargemeinden auf sehr hohem Niveau.

Der Bericht von Promotur zeigt, dass Marbella (18,8%), gefolgt von Mijas (17%) und Estepona (16,7%) die Gemeinden sind, die das größte Immobilienangebot haben.

Was die Preise angeht, so lässt sich sagen, dass die durchschnittlichen Quadratmeterpreise an der Costa del Sol, verglichen mit den restlichen Gebieten an der spanischen Mittelmeerküste, nach wie vor zu den höchsten zählen, obgleich die Promotoren Einbußen in ihren Gewinnspannen hinnehmen mussten; im Falle von Marbella zwischen 10 und 30%.
Diesbezüglich wird Marbella nur von Estepona übertroffen, dort liegt der Quadratmeterpreis bei 2.930 Euro, während er sich in Marbella auf 2.745 Euro beläuft.

Die Billigung des Baunutzungsplans (Plan General de Ordenación Urbana) für Marbella in diesem Jahr hat dazu beigetragen, die Anspannung und Unsicherheit auf dem Immobilienmarkt zu mildern. In nur 5 Wochen wurden in etwa 400 Immobilien legalisiert, die vorher als illegal galten.

Der „Vorrat“ wächst

Aber es gibt nicht nur positive Neuigkeiten. Im westlichen Bereich der Küste weist der Sektor einige besonderen Merkmale auf, die von den Tourismusunternehmen in wenigen Punkten zusammengefasst werden: Ein großes Volumen an Exklusivangeboten, eine nicht ausreichende Korrektur der Preise, das Misstrauen der potenziellen Käufer angesichts der schwierigen Lage, sowie die Unsicherheit, die nach wie vor in Bezug auf die politischen und städtebaulichen Probleme vorhanden ist.

All dies hat dazu geführt, dass der bestehende „Vorrat“ an Immobilien trotz verminderter Neubauaktivitäten und trotz des leichten Anstiegs im Verkauf nicht reduziert werden konnte. Im Jahr 2009 waren dies 7.431 Objekte, eine Zahl, die im Jahr 2010 auf insgesamt 7.705 Einheiten gestiegen ist. Diese Angabe bezieht sich auf die Gesamtheit der Gemeinden an der Costa del Sol. Laut Promotur liegt das sowohl an den hohen Preisen, als auch an der Tatsache, dass viele, die direkt vom Reißbrett weg kauften, letzten Endes den Kaufvertrag doch nicht unterzeichnet haben. Dazu kommt auch noch die verlängerte Vermarktungsfrist, die derzeit bei durschnittlich 84,8 Monaten liegt.

Um aus diesem ganzen brachliegenden Angebot auf irgendeine Weise Profit zu schlagen, ist den Promotoren, wie auch vielen Eigentümern, nichts anderes übrig geblieben, als ihr Eigentum anderweitig zu nutzen. Die Objekte werden nun vielfach als günstige Ferienwohnungen angeboten. Die Vermietung mit Kaufoption erfreut sich dank der interessanten Angebote an der Costa del Sol immer größerer Beliebtheit.

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