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Während eines Live-Radiointerviews bei COPE Marbella reflektiert Christopher Clover über Marbellas Entwicklung, den Immobilienmarkt und die Herausforderungen der Zukunft.
· 5 Min. Lesezeit

Christopher Clover, Managing Director und Vorstandsvorsitzender von Panorama, war kürzlich zu Gast bei Moderatorin Raquel Tapia in einer Live-Sendung des Radiosenders COPE 102,2 FM La Mañana de la Costa. Während des Interviews teilte Chris seine Einschätzungen zur Entwicklung Marbellas, zu seiner internationalen Anziehungskraft sowie zu den Herausforderungen, die die Zukunft der Stadt prägen.
Aufbauend auf mehr als fünf Jahrzehnten Erfahrung im Immobiliensektor Marbellas gab Clover den Zuhörern einen fundierten Überblick darüber, wie sich die Stadt entwickelt hat, warum die Nachfrage weiterhin so stark ist und welche Aspekte angegangen werden müssen, um Marbellas Erfolg in den kommenden Jahren nachhaltig zu sichern.

Zu Beginn des Gesprächs blickt Raquel Tapia auf ihre jüngsten Reisen durch Europa zurück und betont, dass diese sie nur in ihrer Überzeugung bestärkt hätten, dass Marbella weiterhin zu den besten Wohnorten der Welt zählt. Die von Panorama Properties veröffentlichten Marktdaten, so Tapia, untermauern diese Einschätzung und bestätigen Marbellas anhaltende Stärke im Segment der Luxusimmobilien.
Christopher Clover ist seit 1973 persönlich im Immobilienmarkt von Marbella tätig, wobei Panorama Properties seit nunmehr 55 Jahren in der Stadt etabliert ist. In der Live-Sendung erinnerte er sich an seine Ankunft in einem Marbella, das bereits als Luxusdestination bekannt war – allerdings in deutlich kleinerem Rahmen.
In den 1960er-Jahren lag die Einwohnerzahl Marbellas bei nur 12.000. Bis 1970, als Panorama begann, Besichtigungsreisen aus den Vereinigten Staaten zu organisieren, war diese Zahl bereits auf fast 29.000 angewachsen. Wie Clover im Interview erklärte, markierte diese Phase den Beginn von Marbellas Wandel zu dem internationalen Reiseziel, das es heute ist.
Schon damals war er überzeugt, dass Marbella über einzigartige Qualitäten verfügt, die seine langfristige Attraktivität sichern würden – vom Klima und Lebensstil über Sicherheit und Gastfreundschaft bis hin zu seinem internationalen Charakter.
„Was Marbella einzigartig macht, sind nicht nur das Klima oder der Lebensstil, sondern die Art und Weise, wie Menschen aus 152 Nationalitäten hier harmonisch zusammenleben.“
Ein zentrales Thema des Radiogesprächs war Marbellas Entwicklung von einem saisonalen Ferienort zu einem echten Ganzjahresziel.
Clover erläuterte, dass Marbella Mitte der 1990er-Jahre eine kritische Masse von rund 100.000 gemeldeten Einwohnern erreicht hatte. Dadurch konnten Restaurants, Hotels und Dienstleistungen auch während der Wintermonate geöffnet bleiben, selbst wenn das Geschäft ruhiger war.
Der entscheidende Wandel erfolgte jedoch nach der Pandemie. Wie in der Sendung besprochen, hat das Arbeiten aus der Ferne grundlegend verändert, wie Menschen ihren Wohnort wählen. Sobald Arbeit nicht mehr an einen festen Standort gebunden war, wurde Marbellas Attraktivität noch überzeugender.
Wenn Menschen von überall auf der Welt arbeiten können, so Clover, rückt Marbella ganz selbstverständlich an die Spitze der Wunschliste.
„Die Nachfrage bleibt stark, insbesondere seitens internationaler Käufer, die Marbella als langfristige Lebensstilentscheidung sehen.“
Während der Sendung hob Raquel Tapia mehrere Zahlen aus den neuesten Markteinblicken von Panorama hervor, die Chris im Interview weiter erläuterte:
Die offiziell gemeldete Einwohnerzahl Marbellas liegt inzwischen bei rund 172.000 Personen, davon etwa ein Drittel ausländische Staatsangehörige. Darüber hinaus verzeichnet die Stadt eine bedeutende sogenannte „schwebende“ Bevölkerung, insbesondere in den Wintermonaten, die auf zwischen 50.000 und 75.000 Menschen geschätzt wird.
Was Marbella laut Clover wirklich auszeichnet, ist die Vielfalt hinter diesen Zahlen. Einwohner aus 152 verschiedenen Nationalitäten leben hier Seite an Seite in einer außergewöhnlich harmonischen internationalen Gemeinschaft – etwas, das andernorts nur selten zu finden ist. Einen Großteil dieses Zusammenhalts führte er im Interview auf die andalusische Gastfreundschaft und die lokalen Werte zurück.
„Im Vergleich zu Märkten wie Dubai oder Miami bleibt Marbella äußerst wettbewerbsfähig.“
Auf die Frage, ob der Markt in Marbella eine Obergrenze erreichen könne, gab Clover eine differenzierte Antwort und unterschied dabei klar zwischen den verschiedenen Marktsegmenten.
Für dauerhaft ansässige Bewohner und lokale Arbeitskräfte bleibt die Verfügbarkeit von Wohnraum die größte Herausforderung. Der Mangel an Kauf- und Mietobjekten ist kein ausschließliches Problem Marbellas, zeigt sich jedoch besonders deutlich in stark nachgefragten Gebieten. Während des Interviews zitierte Daten belegen, dass das Wohnungsangebot in ganz Spanien im Jahr bis Juni um rund 20 Prozent zurückgegangen ist.
Jüngste gesetzliche Änderungen der andalusischen Regionalregierung sollen diesen Druck mindern, indem auf bestimmten kommunalen Grundstücken der Bau von Wohnraum für Arbeitskräfte ermöglicht wird. Mehrere Projekte stoßen bereits auf Interesse, doch die begrenzte Verfügbarkeit bleibt ein hemmender Faktor für ein nachhaltiges Wachstum.
„Die Infrastruktur muss im gleichen Tempo wachsen wie Marbellas internationaler Ruf.“
Für den Luxus- und Nichtresidentenmarkt erklärte Clover, dass Marbella weiterhin Wachstumspotenzial besitzt. Zwar sind die Preise hoch, im Vergleich zu anderen internationalen Zweitwohnsitz-Destinationen wie Dubai, Miami und führenden Mittelmeerstandorten bleiben sie jedoch wettbewerbsfähig.
Während des Interviews stellten sowohl Clover als auch Tapia fest, dass Marbella inzwischen regelmäßig in einem Atemzug mit diesen internationalen Orten genannt wird, insbesondere nach der jüngsten Anerkennung als führendes globales Reiseziel.
Gleichzeitig betonte Clover, dass Prestige und Beliebtheit durch entsprechende Investitionen in die Infrastruktur begleitet werden müssen, wenn Marbella diese Position langfristig behaupten will.
„Mit den richtigen Investitionen und der entsprechenden Zusammenarbeit kann Marbella mit den besten Reisezielen Europas mithalten.“
Mobilität und Infrastruktur wurden während der Sendung als das zweitgrößte Hindernis für Marbellas weiteres Wachstum benannt. Zwar seien bereits Fortschritte erzielt worden, doch Clover machte deutlich, dass weitere Investitionen unerlässlich sind.
Er plädierte für einen Mentalitätswechsel und rief dazu auf, Ehrgeiz über Resignation zu stellen. Zugleich betonte er die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen lokalen, regionalen und nationalen Behörden sowie einer verstärkten Kooperation zwischen öffentlichem und privatem Sektor.
Infrastruktur sei letztlich eine Frage der Planung, des Managements und der Finanzierung, so Clover, und die Herausforderungen, vor denen Marbella stehe, seien lösbar.
„Nach mehr als fünf Jahrzehnten hier ist mein Vertrauen in die Zukunft Marbellas stärker denn je.“
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Zum Abschluss des Interviews äußerte Christopher einen klaren Optimismus hinsichtlich der Zukunft Marbellas. Nach mehr als fünf Jahrzehnten, in denen er die Entwicklung der Stadt aus nächster Nähe miterlebt hat, beruht sein Vertrauen auf fundierter Erfahrung.
Der Erfolg Marbellas wurde über viele Jahre hinweg kontinuierlich aufgebaut. Auch wenn weiterhin Herausforderungen bestehen, hat die Stadt ihre Fähigkeit zur Anpassung und Weiterentwicklung immer wieder unter Beweis gestellt. Mit der richtigen Führung und einer langfristigen Vision ist Clover überzeugt, dass Marbella Infrastrukturniveaus erreichen kann, die mit jenen der etabliertesten Destinationen Europas vergleichbar sind.
Für die Zuhörer von La Mañana de la Costa war die Botschaft eindeutig: Die Geschichte Marbellas ist noch lange nicht zu Ende.
Lesen Sie den Marbella-Marktbericht 2026 von Christopher Clover, um weitere Einblicke in dieses Thema zu erhalten.